Chronik

Musikverein Ansfelden

1994

1980

1978

Nachdem der Musikverein weiter wuchs, drohte somit schon das nächste Problem. Wohin zum Proben? Der Gasthaussaal, den wir damals benutzt hatten, wurde allmählich zu klein und deshalb war es an der Zeit, sich Gedanken über ein Musikheim zu machen. (Kleiner Einwurf des Kassiers: “Wir . . .” – ist ja gut, eh schon wissen: Kein Geld, keine Musik – und auch kein Probenlokal!) Also legten wir selbst Hand an, um unser neues Heim zu schaffen. 1978 war es fertig.
1978

Im gleichen Jahr wurde aber noch eine weitere Idee realisiert. Die Räumlichhkeiten ein Konzert zu gestalten waren 1978 noch ziemlich limitiert. Und nachdem der schöne Saal des Pfarrhofes aus allen Nähten zu platzen drohte und die lokalen Gasthäuser etwas überfordert waren, gingen wir auf die Suche nach einem neuen Saal. Den Saal haben wir nicht gefunden, dafür den ausreichend großen Innenhof vom Plaßgut. Und somit wird seit 1978 alljährlich der Hof der Familie Schreiberhuber zum Konzerthaus umfunktioniert. Keine Frage, noch jedes Jahr haben wir am Fronleichnamstag gebangt, ob das Wetter für unser Open-Air-Konzert auch halten wird. Und hin- und wieder kommt es vor, dass wir die Zuschauer während des Konzertes bitten müssen, die Sessel und Bänke zu nehmen, weil wir wegen Regens das Konzert in den Stadel verlegen müssen. Das macht das Konzerte am Bauernhof immer zu etwas Besonderem!
1975

Schon 1975 wurden bei der Jahreshauptversammlung 26 neue Musiker vorgestellt. (Kleiner Einwurf des Kassiers: “Die mussten natürlich auch alle mit den notwendigen Instrumenten versorgt werden!” Fazit: Auf unserem Konto war ein dickes, fettes, rotes Minus!) Höhepunkt dieser Jungmusikerausbildung war das einwöchige Trainingslager im Mühlviertel. In einem alten Bauernhof wurde ein Matrazenlager errichtet und eine ganze Woche lang musiziert. Einige der Frauen unserer Musiker übernahmen die Organisation für die Verpflegung der Bläserbande. (Kein leichtes Unterfangen, denn bekanntlich können Jugendliche in diesem Alter ja Unmengen vertilgen!) Auf jeden Fall waren diese Jungmusikerlager bemerkenswert produktiv. Und dass der Spaß dabei nicht zu kurz kam, versteht sich von selbst!
1973

Als 1973 Ing. Michael Hochgatterer die Kapellmeisterstelle übernahm, begann neben einer neuen Ära auch eine Verjüngungskur. In einer einzigartigen Aktion versuchten wir junge Menschen zu gewinnen. Das war gar nicht so einfach, denn damals gab es noch kein flächendeckendes Netz von Musikschulen. Also übernahmen es die Musiker selber, dem Nachwuchs bei den ersten Tonstudien unter die Arme zu greifen.
1968

Die Zeit zwischen 1945 und unserem 100sten Geburtstag 1968 war geprägt vom Aufbau. Nicht nur Ansfelden sondern auch wir wuchsen – und wurden älter.
1947

1945

Immerhin hatten wir 1945 wirklich andere Sorgen als Musik zu machen. Abgesehen davon waren viele ehemalige Musiker nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Wenn wir den Ansfeldner Annalen trauen dürfen, dann waren es die Ansfeldner selber, die wieder Ihre Musikkapelle hören wollten. Bei solchen Anhängern war also die 2. Neugründung eine Selbstverständlichkeit. Nachdem es damals auch noch keine Diskotheken, Bälle und Ähnliches in Ansfelden gab, die Menschen aber dennoch tanzen wollten, wurde auch noch schnell eine Tanzkapelle mitgegründet. “Die Herzbuam” aus Ansfelden spielten damals auf.
1918

1918, frisch wiedergegründet, machten wir uns auf zu erneuten Höhenflügen. Bei einem Preisspielen siegte der 22 Mann starke Musikverein Ansfelden. Aber auch dieser Höhenflug endete in einem Absturz. Der 2. Weltkrieg führte zu einem neuerlichen “AUS” für die Ansfeldner Musiker. (Verzeihung die Damen, aber Blasmusik war damals eine männlich dominierte Angelegenheit!)
1914

Doch erkunden wir noch ein wenig weiter unserer Vergangenheit: Während des ersten Weltkrieges sah die Lage ziemlich trist aus – eigentlich sah die Lage gar nicht aus, denn es gab uns nicht mehr. Von 1914 – 1918 lösten wir uns nämlich auf.
1907

1888

1868

1868 gründete der damalige Dorfschulmeister Alois Albrecht eine Musikkapelle. Schon vor dem Gründungsdatum langte die erste Rechnung ein (Der Alptraum eines jeden Kassiers!): “Dem Instrumentenmacher für zwei Trompeten und Ausbessern von zwei Klarinetten und einem Bombardon . . .  55 Gulden 40 Kreutzer.” Demnach können wir davon ausgehen, dass auch schon vor 1868 diverse kirchliche Feste gemeinsam mit der Blasmusik gestaltet wurden.